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Komödie von Lutz Hübner
Die Proben zur Kästchenszene. Ein Blick in die Theaterwelt
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Wenn Sie die Seite 89 im Reclamheftchen „Goethe, Faust, der Tragödie erster Teil“ aufschlagen, werden Sie zu lesen bekommen:
Es ist so schwül so dumpfig hie, Und eben doch so warm nicht drauß. Es wird mir so – ich weiß nicht wie – Ich wollt die Mutter kam nach Haus
Also Große Deutsche Literatur, um nicht zu sagen der Inbegriff dessen. Diese wenigen Zeilen Goethe reichten unserem Autor Lutz Hübner um ein furioses Theater – Kabarett zu schaffen. Weitere Zutaten: Die verschiedensten Typen von Schauspielern und Regisseuren, Requisiteuren und Dramaturgen und was sonst noch alles am Theater sein Unwesen treibt.
Da taucht „Der Alte Haudegen“ genauso auf wie „Die Anfängerin“ und „Die Diva“. Der „Tourneepferd“, „die Schauspielerin an sich“ und der „Freudianer“. Und alle arbeiten sich an der selben Szene ab. Jeder mit seiner ganz persönlichen Sicht der Dinge und seinen ureigenen (Un)Fähigkeiten.
Sie werden aus dem Staunen nicht herauskommen, auf wie viel verschiedene Arten man diesen Stoff inszenieren kann. Und wie viel Spaß es machen kann, dabei zuzusehen.
Erleben Sie endlich einmal das, was Sie sonst nie zu sehen bekommen.
Den nervenaufreibenden, kräftezehrenden, psychisch an die Substanz gehenden Probenalltag. Vielleicht kommen Sie dann auch zu dem Schluss, dass das „Wahre Theater“ eigentlich auf der Probe stattfindet und Sie als Zuschauer in der Regel um das Beste betrogen werden…
       
Es spielen Irmentraut Barth-Kraus, Karin Hoyer, Gunter Heß, Thomas Funk, Thomas Czeschka, Roland Koos Technik Dominik Wallner Regie: Eddie Gromer |